See in Udaipur
Sehenswürdigkeit, die man gesehen haben muss
Adresse: Udaipur, Rajasthan
Besuchsdauer: Besucher verbringen hier in der Regel 1 bis 2 Stunden
Wie die meisten Städte Rajasthans mit einem Beinamen wird Udaipur auch die „Stadt der Seen“ genannt. Dieser Name ist gut gewählt, denn die Stadt beherbergt mehrere ruhige Seen, die das ganze Jahr über Tausende von Besuchern anziehen. Einer davon ist der Pichola-See.
Der Pichola-See wurde bereits 1362 künstlich angelegt, also noch vor der Gründung der Stadt Udaipur. Er ist etwa 4,8 km lang, 3,2 km breit und rund 9 m tief. Eingebettet in die Aravalli-Berge, besticht der See durch seine malerische Landschaft und seine friedliche Atmosphäre.
Der Überlieferung nach wurde der See von einem Stammesangehörigen angelegt, einem sogenannten Banjara, der Getreide transportierte. Sein Name war Pichhu Banjara. Der See erhielt seinen Namen nach dem nahegelegenen Dorf Picholi. Die Schönheit des Sees beeindruckte Maharana Udai Singh so sehr, dass er 1559 die Stadt Udaipur an seinen Ufern gründete.
Im Laufe der Zeit wurde der See durch den Bau eines Damms erweitert. Außerdem entstanden mehrere Inseln mit prächtigen Palästen, Tempeln und Herrenhäusern, die den Pichola-See noch eindrucksvoller machten.
Auf dem Pichola-See befinden sich vier Inseln, die von Maharana Udai Singh für unterschiedliche Zwecke angelegt wurden. Jede beherbergt einen prachtvollen Palast.
Diese Insel wurde zwischen 1743 und 1746 von Maharana Jagat Singh II erbaut und beherbergt den prachtvollen Lake Palace. Die sonnige Insel mitten im See diente der königlichen Familie als Sommerresidenz. Heute befindet sich dort ein luxuriöses Hotel mit 80 Zimmern.
Der Lake Palace beeindruckt mit kunstvollen Glasarbeiten, wunderschönen Brunnen und gepflegten Gärten und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Udaipurs.
Dies ist eine der beiden natürlichen Inseln des Sees. Sie beherbergt den gleichnamigen Palast, dessen Bau im 16. Jahrhundert unter Maharana Amar Singh begann.
Der Legende nach ließ sich Shah Jahan von diesem Palast zum Bau des Taj Mahal inspirieren. Während seines Aufstands gegen seinen Vater fand er hier Zuflucht. Die königliche Familie nutzte den Palast sowohl als Sommerresidenz als auch zur Unterbringung hochrangiger Gäste. Er wird auch als „Garden Palace“ bezeichnet.
Diese Insel ist kleiner als Jag Niwas und Jag Mandir. Sie wurde zwischen 1628 und 1652 im nordöstlichen Teil des Sees errichtet. Vom Palast auf dieser Insel aus beobachtete die königliche Familie das berühmte Gangaur-Fest.
Diese kleine Insel diente früher als Pulvermagazin. Heute ist sie ein Vogelschutzgebiet und Heimat zahlreicher Vogelarten.
Udaipur wurde an den Ufern des Pichola-Sees erbaut. Daher sind Sie bei Ihrer Ankunft in Udaipur nie weit vom See entfernt. Er ist von nahezu jedem Teil der Stadt aus leicht zu erreichen.
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Nein. Der Pichola-See ist ein künstlich angelegter See, der im 14. Jahrhundert von einem Stammesangehörigen geschaffen wurde.
Die Brücke über den Pichola-See heißt Swaroop-Sagar-Brücke. Sie verbindet den Pichola-See mit dem kleineren Swaroop-Sagar-See.
Vom Stadtpalast aus starten Boote zu den verschiedenen Inseln des Sees. Die Bootsfahrten finden täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr statt. Der Fahrpreis beträgt ₹400 für Erwachsene und ₹200 für Kinder. Bootsfahrten bei Sonnenuntergang sind teurer und kosten ₹700 für Erwachsene sowie ₹400 für Kinder.