Palast in Udaipur
Sehenswürdigkeit, die man gesehen haben muss
Öffnungszeiten: 9:30–17:30 Uhr
Adresse: Altstadt, Udaipur, Rajasthan
Eintritt: Erwachsene/Kinder ₹300/100, Guide pro Stunde ₹250, Audioguide ₹200
Besuchsdauer: Besucher verbringen hier in der Regel bis zu 1,5 Stunden
Website: www.citypalacemuseum.org
Der Stadtpalast von Udaipur gehört zu den größten Palastkomplexen Rajasthans und ganz Indiens. Als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Udaipurs beeindruckt er sowohl durch seine außergewöhnliche Architektur als auch durch die spektakulären Ausblicke auf die Stadt und den See.
Der Palast erhebt sich majestätisch am östlichen Ufer des künstlich angelegten Pichola-Sees, an dessen Ufern Udaipur gegründet wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite bilden die Aravalli-Berge eine eindrucksvolle Kulisse.
Die Herrscher Rajasthans verlegten ihre Hauptstädte im Laufe der Geschichte mehrfach. Nachdem die Moguln 1537 Chittor angegriffen hatten, entschied Maharana Udai Singh II., seine Hauptstadt nach Udaipur zu verlegen, wo der Pichola-See einen natürlichen Schutz vor Angriffen bot.
Mit dem Bau des Stadtpalastes begann Maharana Udai Singh II. Das gewaltige Bauwerk wurde jedoch erst nach mehr als 400 Jahren vollendet und gilt heute als Meisterwerk der Architektur.
Der Stadtpalast wurde aus Granit und Marmor errichtet. Die Hauptfassade ist 30 Meter hoch und 244 Meter lang. Obwohl der Komplex aus mehreren Gebäuden besteht, darunter elf Paläste, bilden sie zusammen ein harmonisches architektonisches Gesamtwerk.
Das prachtvolle Äußere wird von einem noch beeindruckenderen Inneren ergänzt. Mogulische Einflüsse zeigen sich in den Balkonen mit farbigem Glas, den Türmen und Kuppeln mit kunstvollen Einlegearbeiten. Darüber hinaus schmücken Silberarbeiten, Spiegelmosaike, Fresken und Wandmalereien zahlreiche Räume. Der Palast wurde im Zickzack angelegt, damit sich die königliche Familie im Falle eines Überraschungsangriffs leichter verteidigen konnte.
Badi Pol bildet den Haupteingang des Palastkomplexes. Acht steinerne Torbögen, sogenannte Torans, führen in den ersten Innenhof und weiter zum Tripolia Pol, einem Tor mit drei Bögen, das den nördlichen Zugang zum Palast bildet.
Ein weiterer bedeutender Bereich ist Manek Chowk, der früher für öffentliche Zeremonien, Elefantenparaden und Reiterprozessionen genutzt wurde. Heute findet hier die bekannte Licht- und Tonshow statt, welche die faszinierende Geschichte Rajasthans erzählt.
Kunstliebhaber sollten sich den Badi Mahal und den Bhim Vilas nicht entgehen lassen, wo Miniaturmalereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausgestellt sind. Über den Ganesh Deori gelangt man schließlich in das Stadtpalast-Museum mit seiner Sammlung historischer Artefakte.
Ein Teil des Stadtpalastes war früher den Frauen der königlichen Familie vorbehalten. Diese Bereiche wurden Zenana genannt und waren ausschließlich den Frauen des Hofes zugänglich. Die Zenana-Räume sowie weitere Bereiche des Palastes wurden 1974 in ein Museum umgewandelt.
Der Eintritt in den Stadtpalast kostet ₹300 für Erwachsene und ₹100 für Kinder. Studierende mit gültigem Studentenausweis erhalten Ermäßigungen.
Der Stadtpalast ist täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr geöffnet. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag. Nach der Besichtigung des Museums können Sie entweder eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang auf dem Pichola-See unternehmen oder den Sonnenuntergang von der Terrasse des Palastes genießen.
Der Stadtpalast liegt zentral und ist von jedem Teil Udaipurs aus leicht zu erreichen. Der Palastkomplex befindet sich oberhalb des Pichola-Sees und ist nur wenige Gehminuten vom Jagdish-Tempel und der Bagore ki Haveli entfernt.
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Ja. Gegen eine Gebühr von ₹250 sind Fotografieren und Filmen im Stadtpalast erlaubt.
Das Stadtpalast-Museum beherbergt zahlreiche wertvolle Exponate der königlichen Familie, darunter Gemälde, Silbersammlungen und kunstvolle Skulpturen, die einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit bieten.
Ja. Im Palastkomplex finden Sie Geschäfte mit handgefertigtem Kunsthandwerk sowie traditioneller Kleidung aus Rajasthan, darunter Bandhani-Saris und weitere handgewebte Textilien. Einige der Läden werden sogar von Mitgliedern der ehemaligen Königsfamilie betrieben.