Festung in Bundi
sehenswerte Attraktion
Öffnungszeiten: 8:00–17:00 Uhr
Adresse: Nahar ka Chauhatta, Bundi, Rajasthan
Eintrittspreis: ₹100, Kamera/Video ₹50/100
Besuchsdauer: Besucher verbringen hier in der Regel bis zu 1 Stunde
Die Festung Taragarh, ursprünglich unter dem Namen Ajaymeru Durg bekannt, liegt oberhalb der Stadt Bundi in Rajasthan. Diese über 700 Jahre alte Festung wurde auf einer Höhe von 1.430 Fuß an einem steilen Berghang errichtet.
Was einst ein herausragendes Beispiel der Rajput-Architektur war, besteht heute nur noch aus den Überresten einer glanzvollen Vergangenheit. Dennoch lässt sich die außergewöhnliche Handwerkskunst der längst vergessenen Baumeister noch immer bewundern. Der Panoramablick über Bundi vom höchsten Punkt der Festung begeistert Besucher bis heute.
Die Festung Taragarh soll 1354 vom Gründer der Stadt Bundi, König Ajaypal Chauhan, erbaut worden sein. Die Moguln nutzten sie später als strategischen Stützpunkt, während die Briten sie auf Anordnung von Lord William Bentinck teilweise abrissen und in ein Sanatorium umwandelten.
Prithviraj, der ältere Bruder von Rana Sanga aus Mewar, eroberte die Festung Taragarh Ende des 15. Jahrhunderts. Später schenkte Rana Sanga aus der Sisodia-Dynastie die Festung Karamchand Panwar.
Miran Saheb ki Dargha, eines der Haupttore der Festung, erinnert an Miran Saheb, den Festungskommandanten (Qiladar), der sein Leben bei der Verteidigung der Festung gegen feindliche Angriffe opferte.
Die Festung Taragarh liegt hinter dem Garh-Palast von Bundi und verfügt über geheime Tunnel, die im Falle eines Angriffs als Flucht- und Schutzwege dienten. Die Anlage ist in Beigetönen gehalten. Überall in der Festung zeugen kunstvolle Schnitzereien und architektonische Details von der hervorragenden Arbeit der Rajput-Handwerker aus Rajasthan. Andere Architekturstile wurden kaum übernommen – die Anlage ist ein authentisches Werk ihrer eigenen Kultur.
Die Festung Taragarh ist über drei große Tore zugänglich: Gagudi ki Phatak, Phuta Darwaza und Lakshmi Pol. Hinter diesen Toren führt der Weg weiter den Hügel hinauf zu einem großen historischen Eingangstor, das den Zugang zur Festung bildet.
Nach dem Durchschreiten des Haupttors befinden sich auf beiden Seiten des Weges zwei riesige Steinplattformen. Früher nutzten die königlichen Wachen diese Bereiche als Schutz vor der Hitze.
Innerhalb der Festung befindet sich auch der Rani Mahal. Der Weg vom Tor führt zu einer kleinen Veranda, die vom Palast umgeben ist. Im Erdgeschoss befindet sich eine große offene Halle mit einer Arkadenreihe aus Säulen. Von dort gelangt man zu den zahlreichen Gemächern der einzelnen Königinnen. Ein aus kunstvoll behauenem Stein errichteter Baori (Stufenbrunnen) gehört ebenfalls zum Palast.
In der Nähe des Rani Mahal befindet sich ein alter Tempel. Außerdem lag dort eine Garnison der Krieger, die für den Schutz der königlichen Frauen verantwortlich waren.
Steigt man weiter hinauf, erreicht man den höchsten Punkt der Festung. Ein langer und breiter Weg verläuft über den Hügel. Die Festung erstreckt sich über etwa 4,5 km. Auf ihrem höchsten Punkt erhebt sich der Bhim Burj mit einer der größten Bastionen des 16. Jahrhunderts, bekannt als „Garbha Gunjan“ oder „Donner des Bauches“.
Die Festung Taragarh verfällt mit der Zeit langsam, hat jedoch ihren königlichen Charakter bewahrt. Ihre erhöhte Lage war einst ein bedeutender strategischer Vorteil. Der lange Aufstieg zum Gipfel kann allerdings anstrengend sein.
Die Festung ist täglich von 8:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet ₹100. Für Kamera bzw. Videoaufnahmen werden ₹50 bzw. ₹100 berechnet.
Die Festung Taragarh ist vom Garh-Palast in wenigen Gehminuten erreichbar. Raniji ki Baori liegt etwa 5 Autominuten entfernt.
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Ein Besuch am frühen Morgen ist am angenehmsten, da der Aufstieg in der Sonne deutlich anstrengender ist.
Da man viel zu Fuß unterwegs ist, sollten Sie etwa 1 bis 2 Stunden für den Besuch einplanen.
Im Inneren der Festung gibt es kein Trinkwasser. Nehmen Sie daher ausreichend Wasser mit. Tragen Sie außerdem bequeme Schuhe, damit Sie den steilen Aufstieg leichter bewältigen und die Aussicht genießen können.