Historisches Bauwerk in Bundi
sehenswerte Attraktion
Öffnungszeiten: 9:30–17:00 Uhr
Adresse: Bundi Rd, Adisal Singh Colony, Gayatri Nagar, Bundi, Rajasthan
Eintrittspreis: Inder/Ausländer ₹50/200
Besuchsdauer: Besucher verbringen hier in der Regel bis zu 30 Minuten
Raniji ki Baori bedeutet wörtlich „Stufenbrunnen der Königin“. Dieser rund 300 Jahre alte Stufenbrunnen zählt neben Chand Baori in Abhaneri (nahe Jaipur) zu den größten in Rajasthan. Raniji ki Baori ist ein mittelalterliches Meisterwerk mit außergewöhnlich feiner Steinmetzarbeit. Früher diente der Brunnen den Einheimischen als Treffpunkt und als Ort für religiöse Feierlichkeiten.
Die elegante Architektur von Raniji ki Baori spiegelt die königliche Pracht der Rajputen von Rajasthan wider. Ihre Gestaltung zeigt, dass die Rajputen große Förderer von Kunst und Kultur waren. Der Stufenbrunnen aus dem 17. Jahrhundert ist ein reines Beispiel indischer Architektur ohne europäische oder islamische Einflüsse.
Im Jahr 1699 ließ Rani Nathavati Ji Solanki den Stufenbrunnen errichten. Sie war die Gemahlin von Rao Raja Anirudh Singh von Bundi. Der Baori wurde nach ihr benannt.
Die tragische Geschichte hinter dem Bau des Brunnens macht ihn für die Menschen in Rajasthan zu einem besonders bedeutenden Ort. Die erste Ehefrau des Königs konnte keine Kinder bekommen. Eine weitere Königin, Rani Nathavati Ji Solanki, brachte schließlich einen Prinzen zur Welt.
Die erste Königin war von Eifersucht erfüllt. Um Frieden zu schaffen, brachte Rani Nathavati Ji Solanki das größte Opfer und übergab ihren Sohn der ersten Königin. Anschließend widmete sie ihr Leben dem Wohl des Volkes und ließ den Stufenbrunnen errichten.
Raniji ki Baori gehört zu den größten Bauwerken seiner Art. Der dreistöckige Stufenbrunnen misst etwa 260 × 40 Fuß und erreicht eine Tiefe von 151 Fuß. Das monumentale Eingangsportal oder Toran ist mit den für Bundi typischen Reliefs geschmückt.
Raniji ki Baori ist ein Meisterwerk der hinduistischen Rajput-Architektur Rajasthans. Die Anlage ist reich mit kunstvoll geschnitzten Toran-Portalen verziert. Im gesamten Brunnen finden sich Skulpturen von Göttern und Göttinnen, Fresken sowie Treppen mit säulengestützten Kenotaphen.
Der Zugang zu Raniji ki Baori erfolgt über das zweite Stockwerk durch ein bogenförmiges Portal. Die Decke ist mit Fresken geschmückt. Der ursprüngliche Stufenbrunnen verfügt über mehr als 100 Stufen.
Der Baori besitzt ein schmales Tor mit Säulen auf allen vier Seiten, die sich im Bogen treffen. Dieser ist mit Fresken, Skulpturen und kunstvoll geschwungenen Steinkonsolen verziert.
Das Portal zeigt aufwendig verzierte Säulen. An der Spitze stehen sich zwei lebensgroße Elefantenstatuen aus weißem Marmor gegenüber.
Das letzte Portal des Stufenbrunnens besitzt an jeder Ecke Elefantenskulpturen. Die häufige Darstellung von Elefanten verdeutlicht ihre große Bedeutung in der Zeit der Könige und Königinnen. Raniji ki Baori ist außerdem reich mit geschwungenen Steinkonsolen verziert.
Beim Hinaufsteigen zum zweiten Stockwerk erkennt man, dass die beiden Seitenwände des Brunnens mit tempelartigen Nischen und Statuen hinduistischer Gottheiten geschmückt sind.
Beim Hinabsteigen in den Königinnen-Stufenbrunnen entdecken Sie eingravierte Figuren von Bahairawa, Ganesha, Saraswati und Gajendra Moksha. Außerdem sind verschiedene Avatare von Lord Vishnu dargestellt, darunter Varaha, Matsya und Narasingha. Ein Teil dieser Kunstwerke wurde jedoch von türkischen Invasoren zerstört.
Raniji ki Baori ist täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet ₹50 für indische Besucher und ₹200 für ausländische Besucher. Für eine Kamera wird eine Gebühr von ₹100 erhoben.
Raniji ki Baori (Königinnen-Stufenbrunnen) liegt weniger als 5 Autominuten vom Garh-Palast und der Festung Taragarh entfernt.
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Das Erdgeschoss und die erste Ebene des Baori sind für Besucher gesperrt und daher nicht zugänglich.
Ja, direkt außerhalb des Königinnen-Stufenbrunnens gibt es mehrere Restaurants, in denen Sie typische Snacks aus Rajasthan probieren können.
Der Eingang liegt zwar in der Nähe der Hauptstraße, ist jedoch schmal und daher nicht rollstuhlgerecht.