Tempel in Delhi
empfohlene Sehenswürdigkeit
Öffnungszeiten: 8:00–17:00 Uhr, Dienstag bis Sonntag (montags geschlossen)
Adresse: Lotus Temple Rd, Bahapur, Shambhu Dayal Bagh, Kalkaji, Delhi
Eintritt: Kostenlos
Besuchsdauer: Besucher verbringen hier in der Regel bis zu 1 Stunde
Website: www.bahaihouseofworship.in
Der Lotustempel ist ein Bahá'í-Gotteshaus in Neu-Delhi, Indien. Der Tempel ist ein Sinnbild für Frieden und Gelassenheit – ein ruhiger Ort, um dem Trubel der Großstadt zu entfliehen. Seine Architektur verkörpert den Geist einer modernen und offenen Welt.
Der Lotustempel zählt zu den meistbesuchten architektonischen Sehenswürdigkeiten der Welt. Die UNESCO richtete im April 2014 eine ständige Vertretung in Indien ein.
Die Lotusblume gilt in verschiedenen Religionen wie Hinduismus, Islam, Jainismus und Buddhismus als heilig. Ihre Form symbolisiert die Einheit der Menschheit über Religionen, Kulturen und Kasten hinweg.
Der Lotustempel wurde am 24. Dezember 1986 eingeweiht. Er ist dem Bahá'í-Glauben gewidmet. Die Bauarbeiten wurden innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen.
Chefarchitekt war Fariborz Sahba, der den Tempel entwarf und den Bau leitete. Das britische Unternehmen Flint and Neill war für die Tragwerksplanung verantwortlich, während Larsen and Toubro Limited die Bauarbeiten überwachte.
Der Bau kostete rund 10 Millionen US-Dollar. Ein großer Teil der Finanzierung stammte von Ardishír Rustampúr aus Sindh in Pakistan. Er spendete nahezu sein gesamtes Vermögen für den Kauf des Grundstücks und den Bau des Tempels. Nach Abschluss der Arbeiten blieb Geld übrig, sodass beschlossen wurde, ein Gewächshaus zur Erforschung einheimischer Pflanzen und Blumen zu errichten – ganz im Sinne der Philosophie des Tempels.
Der Lotustempel wurde weltweit für seine Architektur sowie seine kulturelle und religiöse Bedeutung ausgezeichnet.
Der Lotustempel bildet die Form einer Lotusblüte originalgetreu nach. Die gesamte Anlage einschließlich der Gärten und Wasserbecken erstreckt sich über 26 Acres. Das Gebäude stellt eine Lotusblüte dar, die sich von der Knospe bis zur voll geöffneten Blüte entfaltet.
Die Bahá'í-Schriften schreiben für jedes Gotteshaus einen kreisförmigen Bau mit neun Seiten vor. Ebenso sind Statuen, Gemälde, Bilder, Altäre oder Kanzeln im Inneren nicht erlaubt. Lediglich ein einfaches Lesepult für Vorleser ist vorgesehen.
Die Wände des Tempels bestehen aus weißem Marmor und sind in Form von Lotusblättern gestaltet. Der Grundriss folgt einem Neuneck. Die Wände bestehen aus neun Blütenblättern, die in jeweils drei Schichten angeordnet sind.
Die Außenseiten der Wände sind mit einem schachbrettartigen Muster versehen. Die Konstruktion lässt viel Tageslicht in den Innenraum. Die zentrale Gebetshalle erreicht eine Höhe von 111,5 Fuß.
Die Architektur folgt konsequent den Vorgaben der Bahá'í-Schriften. Die Haupthalle ist durch neun Eingänge zugänglich. Der Tempel wird von neun Wasserbecken umgeben, die durch Wege miteinander verbunden sind. Üppige Gärten rahmen die gesamte Anlage ein.
Der Lotustempel hat zahlreiche Auszeichnungen im Bereich der Architektur erhalten.
Der Eintritt in den Lotustempel ist kostenlos. Der Tempel ist montags geschlossen und täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Gebetszeiten dauern jeweils 15 Minuten und finden um 10:00 Uhr, 12:00 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr statt.
Der Lotustempel liegt im Süden von Delhi. Er ist etwa 10 Fahrminuten von Humayuns Grabmal entfernt. Vom Qutb Minar aus dauert die Fahrt zum Lotustempel etwa 20 Minuten.
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Nein, das Fotografieren im Inneren des Tempels ist nicht gestattet. Außerhalb des Tempels dürfen jedoch Fotos gemacht werden.
Nein, weltweit gibt es sieben weitere Bahá'í-Gotteshäuser. In Indien ist der Lotustempel jedoch das einzige Bahá'í-Gotteshaus.
Ja, der Lotustempel steht Menschen aller Religionen und Glaubensrichtungen offen.
Nein, Speisen sind auf dem Tempelgelände nicht erlaubt. In der Nähe des Tempels gibt es jedoch zahlreiche Restaurants.